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Bei diesen Themen drückt der Schuh

Die Holzbranchen haben gewählt und zeigen damit auf, wo der Schuh zurzeit am meisten drückt. Für die folgenden Themen werden nun konkrete Anwendungstools und Leitfäden erarbeitet:

«Auftragsabwicklung im Bauwesen»

Die Auftragsabwicklung im Bauwesen hat zum Ziel hat, das Planen, Bauen und Nutzen von Bauwerken über ein zentrales Informationsmodell, das sogenannte Building Information Modeling (BIM) abzuwickeln. Somit können verschiedene Unternehmen aus unterschiedlichen Gewerken in wechselnden Konstellationen gemeinsam individuelle Gebäude und andere Bauwerke erarbeiten. Die Initiative plant, einen BIM-Kompass zu erarbeiten, der Informationen liefert zu Definitionen, Quellen, Tools, Methoden, Instrumenten oder Plattformen und BIM-Organisationen.

«Datenaustausch im Produktionsnetzwerk»

Datenaustausch im Produktionsnetzwerk heisst eine Vernetzung von Daten über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus. Durch eine vertikale Vernetzung mit Kunden und Lieferanten können Effizienz und Qualität gesteigert werden. Horizontale Vernetzung mit Partnern vereinfacht und fördert die Zusammenarbeit. Im Verbund könnten kleine und mittlere Unternehmen mit grossen Anbietern konkurrieren. Hier sollen Datenströme analysiert und Modelle erarbeitet werden. Für die Daten-Hotspots sollen Lösungen erarbeitet werden. Dies könnte zum Beispiel eine Cloudlösung sein.

«Veränderung der Kundenbedürfnisse durch die Digitalisierung»

Es liegen bereits verschiedene Studien zu veränderten Kundenbedürfnissen vor, jedoch nur wenige mit einem direkten Bezug zur Wald- und Holzbranche. Der Fokus liegt auf der kompakten Wissensvermittlung und dem Erfahrungsaustausch. Ein digitaler Guide zu Kundenbedürfnissen könnte helfen, die veränderten Bedürfnisse und Ansprüche besser zu verstehen.

Auf Basis von Szenarios für «Zukünftige Geschäftsmodelle» wird ein Strategiecheck erarbeitet. Unternehmen der Schweizer Wald- und Holzbranche sind damit in der Lage, sich nachhaltig zu positionieren und zukunftstaugliche Geschäftsmodelle zu konzipieren, um so frühzeitig aus der Stärke heraus auf die Veränderungen ihrer Kundensegmente und ihrer Geschäftsumwelt reagieren zu können.

«Digitale Verbindung Wald und erste Verarbeitungsstufe»

Hier stellt sich die Frage, welche Effizienzvorteile und welchen Mehrwert die digitalisierte Erfassung des Bedarfs und der Verfügbarkeit von Schweizer Holz erbringen kann. Dazu soll konkret ermittelt werden, wie ein digitalisierter Musterprozess aussehen könnte und welchen Mehrwert er bieten würde.

«Kompetenzen für die Zukunft»

Digitalisierung und Automatisierung werden die Berufsbilder verändern. Kommunikation, Sozialkompetenz und ausgeprägte Problemlösungskompetenz werden noch mehr im Vordergrund stehen als bisher, wenn Routinetätigkeiten durch Automatisierung substituiert werden. Kenntnisse in Informations- und Kommunikationstechnik sind zukünftig auf allen Ausbildungsstufen unabdingbar. Durch Konzepte, die sowohl die Akquisition als auch die Aus- und Weiterbildung künftiger Mitarbeitender positiv beeinflussen, wird die Holzwirtschaft gestärkt, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen.

Weitere Themen

Die verbleibenden Themen – teilweise die Trendthemen der Digitalen Transformation – werden an der Berner Fachhochschule in einem anderen Rahmen weiterverfolgt. Das gilt für die «Künstliche Intelligenz (KI)», die als eine der Kerntechnologien für die Analyse von grossen, komplexen und heterogenen Datensätzen eine wichtige Rolle als Digitalisierungswerkzeug spielt. Ihre Einsatzgebiete reichen von effizienter Informationsextraktion aus Big Data, über Bilderkennung bis hin zu autonomen Fahrzeug- und Maschinensteuerungen. Viele Trendreports gehen davon aus, dass KI vermehrt in die Produktionshallen einzieht.

Auch die «Smart Factory» – die Vision einer Produktionsumgebung, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme ohne menschliche Eingriffe weitgehend selbst organisieren – und «Smart Product», also «mitdenkende» Produkte – wie beispielsweise die Waschmaschine, die dann wäscht, wenn der Strom am billigsten ist – zählen dazu.

Ebenso werden die «Online-Akquise» und der «Herkunftsnachweis», unter dem die Weitergabe produktbezogener Daten innerhalb einer Produktion und entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Qualitätssicherung verstanden wird, Themen weiterführender Projekte an der Berner Fachhochschule sein.

Falls Sie Interesse an einem dieser Themen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft IdBH
idbh@bfh.ch